Jahreskonzert der Musikgesellschaft Sörenberg vom Wochenende

Brassband-Kost vom Feinsten

Brassmusikfans kamen in den Genuss eines hochstehenden Konzertes der Musikgesellschaft Sörenberg. Als Gastsolist und -dirigent wusste Armin Bachmann vollauf zu überzeugen.

 

Etwas vom Besten, was die Musikgesellschaft Sörenberg unter der Leitung von Sigi Bieri je zustande gebracht hat, erlebten die Besucherinnen und Besucher der Jahreskonzerte vom Wochenende im Schulhaus Sörenberg. Der renommierte Profimusiker Armin Bachmann (siehe Kasten), Virtuose an der Posaune, hatte vor seinem Gastauftritt einigen Proben besucht und griff am Konzert auch zum Taktstock. Grosse Freude und Liebe zur Musik war beim ganzen Korps spürbar und griff auch auf das zahlreich aufmarschierte Publikum über.

Anspruchsvolles und Unterhaltsames
Mit der Festfanfare von Gottfried von Siebenthal begrüssten die Musikantinnen und Musikanten unter der Leitung von Sigi Bieri die Konzertgäste. Sogleich folgte mit Trombone Concerto der erste Höhepunkt des Abends. Armin Bachmann, Protagonist auf der Posaune, meisterte sein anspruchsvolles Solo perfekt und fesselte das Publikum ein erstes Mal. Das vierteilige Concerto stammt aus der Feder von Rimsky Korsakov und verlangte vom ganzen Korps absolute Präzision. Wer sich eingehender mit Brassband-Musik beschäftigt, kommt an einer Gruppe von Interpreten, Komponisten und Pädagogen nicht vorbei, nämlich an jener der Heilsarmee. Aus dieser stammen viele grossartige Komponisten und Bandmaster, vor allem aus dem angelsächsischen Raum. «Who is He» stand als nächste Komposition auf dem Programm, bevor mit Kaleidoscope von Philippe Sparke eine weitere Herausforderung an die Akteure gestellt wurde. Beide Darbietungen wurden unter der Leitung von Armin Bachmann harmonisch, rhythmisch und mit sichtlich grosser Freude vorgetragen. Inhalt des Stückes war das Lied der historischen Stadt Brugg. Zum besseren Verständnis gab Edi Wicki als Gesangssolist das Lied vorgängig zum Besten.
Recht «fätzig» startete der zweite Konzertteil. Mit Richard Philips’ «Joy, peace and happiness», was auf Deutsch ungefähr so viel wie «Friede, Freude Eierkuchen» bedeutet, kam sofort Leben in die Turnhalle. Gleich zwei Solisten, nämlich Armin Bachmann an der Posaune und Silvio Schnider am Cornet, kamen anschliessend zum Einsatz. In harmonischem Einklang fesselten die beiden im Stück «Fat und crazy» das Publikum. Dass die Sörenberger auch etwas mit böhmischer Musik anfangen können, bewiesen sie mit der anschliessenden «Borsicka-Polka» von Josef Repa. Auch ein Schweizer Komponist, Stefan Jäggi, kam zu Ehren. Der Solothurner-Marsch war nicht nur eine Hommage an ihn, sondern auch an den im Solothurnischen wohnhaften Armin Bachmann.

Abschluss mit «keltischem Geist»
Von der gemeinsamen Begeisterung für die Musik profitierten nicht nur die beiden Dirigenten und das gesamte Musikkorps, sondern auch das Publikum, das in den Genuss hoch stehender Brassmusik kam. Den offiziellen Schluss bildete «The spirit of the celts» von Roman Hardimann. Diese Komposition beinhaltet ein Medley aus zwei Stücken, das keltische Kultur, deren Leiden während der Unterdrückung durch die englische Fahne und die Hoffnung auf Befreiung beschreibt. Die verlangten Zugaben wurden in Form von «Mecklenburg» und «Joy» grosszügig gewährt.
Präsident Daniel Bieri hiess in seinem Grusswort nebst Ehrenmitgliedern auch Edi Kurmann vom kantonalen Musikverband, Behördenvertreter und zahlreiche Delegationen willkommen. Besonders erwähnte er Ruedi Zurbuchen am Schlagwerk, der am nächsten kantonalen Musiktag zum Veteranen ernannt wird.
Das diesjährige Konzert sei etwas vom Besten gewesen, was die Sörenberger Musikantinnen und Musikanten je geboten hätten, lautete die einhellige Meinung beim Publikum, das sich beim anschliessenden Tanz mit dem Duo «Comeback» oder beim Plaudern in der Musikstube weiter sehr gut unterhielt.


Text und Bilder Heidy Wicki

 

 
 

Entlebucher Anzeiger vom 12.12.2003

 


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